Anis-Dukaten – nicht nur zu Weihnachten

Anisdukaten gehören in unserer Familie zur Grundausstattung einer jeden weihnachtlichen Plätzchenkiste. Das Rezept habe ich vor Jahren ausprobiert, als ich nach kindertauglichen Backrezepten gesucht habe. Der Anisplätzchenteig muss nämlich zu kleinen Kugeln geformt und dann mit einem Anisstern gestempelt werden – prima Aufgabe für kleine Bäcker und mal eine Abwechslung zu den leidigen Mürbeteigplätzchen mit klebrigen Zucklerguss. Nun ist das Kind groß, aber die Anisdukaten sind geblieben und erfüllen vorweihnachtlich das ganze Haus mit ihrem Duft.

Anisplätzchen

Hier das Rezept für ca. 25 Anisdukaten:

Für den Teig benötigt ihr
1 Esslöffel gemahlene Anissamen
125 g Butter
125 g feiner Zucker
1 Päckchen Vanillezucker*
1 Prise Salz
5 Eigelbe*
1 Teelöffel Sternanis (ebenfalls gemahlen)
250 g Mehl

Zum Wälzen*
5 EL Zucker
1 Teelöffel gemahlener Sternanis
1 Teelöffel gemahlene Anissamen

Plätzchen-Zubereitung
1. Anissamen im Mörser oder im Blitzhacker grob zerstoßen. Butter, Zucker, Vanillezucker, Salz, Eigelbe und beide Anissorten mit den Quirlen des Handrührers schaumig rühren. Mehl unterrühren. Den Teig abgedeckt mindestens 30 Minuten im Kühlschrank ruhen lassen.

2. Aus dem Teig kleine Kugeln (Ø 0,5 cm) formen, etwas flach drücken und auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen. Mit einem schön geformten Sternanis auf jedes ungebackene Plätzchen einen Abdruck drücken. Plätzchen vor dem Backen möglichst nochmals durchkühlen. Backofen auf 200 Grad, Umluft 180 Grad, Gas Stufe 4 vorheizen. Plätzchen im Backofen in 10 bis 12 Minuten goldbraun backen.

3. Zucker und die beiden gemahlenen Anissorten mischen und die noch warmen Dukaten darin kurz wälzen. Abkühlen lassen und dann genießen!

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*Küchen-Hack #1
Zu Beginn der Weihnachtsplätzchen-Saison mörsere und mahle ich mir immer etwas mehr Anissamen auf Vorrat. Die gemahlenen Samen bewahre ich fertig gemischt mit Zucker in einer fest verschließbaren Dose auf. Zucker, der nach dem Wälzen übrigbleibt, fülle ich ebenfalls wieder in die Dose.

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*Küchen-Hack #2
Ausgeschabte Vanilleschoten wandern bei mir in ein verschraubtes Glas mit Zucker. Das ergibt nach einiger Zeit hervorragenden Vanillezucker. Statt des in vielen Rezepten geforderten Päckchens Vanillezucker nehme ich einen großen Esslöffel voll hauseigenem Vanillezucker. Ganz harte und trockene Schoten mahle ich im Blitzhacker mit etwas Zucker ganz fein und mische sie unter den restlichen Zucker. Voilá – so wird der Vanillezucker noch aromatischer!
*Küchen-Hack #3
Die Eiweiße kann man prima einfrieren oder wahlweise Kokosmakronen oder – mein Favorit! – Madelaines a la Lea Linster backen. Eine hervorragende Anleitung findet Ihr hier bei Britta von Kamafoodra.

Anisplätzchen

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