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Wie ich einmal eine Suppe kochte, um auf die Malediven zu reisen

Ajurvedische Kichererbsensuppe

Für unser erste Poller Guerilla Cooking haben Caro und ich unsere Lieblings-Rezepte in einen Topf geworfen und daraus die erste Menüfolge kreiert. Zum Auftakt gab es Caros ayurvedische Kichererbsensuppe, die bei herbstlichem Nieselwetter den Magen wärmt und durch ihre Gewürze und kräftige Farbe das Stimmungsbarometer nach oben treibt. Als ich bei Zucker, Zimt und Liebe  von dem Gewinnspiel und einer möglichen Reise auf die Malediven las, war dies Ansporn genug, das Rezept mal ordentlich zu Papier zu bringen. Guten Appetit!

Zutaten:
500 g Kichererbsen, gekocht
100 g Kokosflocken
150 ml Sahne oder Milch
Olivenöl
4 cm Ingwer in kleinen Würfeln
1 kleine Schote Chili, fein gehackt
1 kleine Gemüsezwiebel oder Knoblauch, gewürfelt
2 Eßl. schwarze Senfkörner oder Kreuzkümmel, je nach Laune
1 TL Kurkuma
1 TL Hing
kleine Dose geschälte Tomaten
Salz
schwarzer Pfeffer

Zubereitung:
Kichererbsen einweichen und anschließend garkochen. Kokosflocken mit der Sahne ca. 1-2 Stunden vorher einweichen.
Zunächst die Gewürzmischung zubereiten: Das Olivenöl erhitzen, die Senfkörner zugeben bis sie springen, dann die Gewürze zugeben und kurz anrösten und schließlich Ingwer, Zwiebeln und Chili mitschmoren.
Das Ganze mit den geschälten Tomaten ablöschen und solange leicht köcheln und zerdrücken bis die Konsistenz gut ist. Dann die Kichererbsen hinzufügen und mit dem Zauberstab pürieren bis zur gewünschten Sämigkeit. Zum Schluss mit den in der Sahne eingeweichten Kokosflocken abrunden und mit Salz und Pfeffer abschmecken. Mit ein paar Kichererbsen und Korianderblättchen servieren!

Ingwerkekse zum Tee und eine Geschäftsidee

Gestern Abend bin ich in den Kommentaren eines amerikanischen Food-Blogs auf eine coole internetbasierte Idee gestoßen, die mich sofort elektrisiert hat, bei der ich dachte „cool, so etwas müsste es auch im deutschsprachigen Webspace geben – das würde ich S O F O R T nutzen“. Was genau das für eine geniale Idee ist, verrate ich natürlich nicht, noch nicht! Aber auf jeden Fall hat mich diese Geschäftsidee wieder daran erinnert, dass ich schon längst mal das Rezept für köstliche Ingwerkeke digitalisieren wollte. Weiterlesen

Vom Versuch einen Südtiroler Topfenstrudel zu backen…

Manchmal wird man ja übermütig, manchmal hat frau auch keine Lust die eigentliche Tagesaufgabe zu erledigen (heute: die Ausarbeitung für die Weiterbildung zu schreiben), manchmal verschafft mir das Backen die Ruhe, die mein Kopf braucht… aber manchmal geht so eine Schnellschußaktion auch daneben.

Strudel wollte ich schon immer mal backen, unzählig verzehrte  Apfel- und Topfenstrudel  in den Südtiroler Hütten flüsterten mir zu: „so schwer sind wir gar nicht“ und weil mein Herz, äh Bäuchlein, sich nicht entscheiden konnte, ob lieber Apfel  oder doch Topfen, sollte es beide geben. Das Rezept  für den Teig und die Apfelfüllung habe ich aus dem Prospekt des Vinschgauer Bauernladens entnommen. Die üblichen Strudelteigrezept nehmen ja eher eine Art Blätterteig für die Ummantelung der Füllung, ich wollte aber einen Mürbeteig.

In meinem Übermut habe ich einfach ein Käsekuchenrezept für die Füllung des zweiten Topfenstrudels genommen(also je 100 g. Butter und Zucker, 3 Eigelb schaumig verrührt – inkl. Saft und Schale einer Zitrone – und die Eiweiß steif geschlagen untergehoben). Naja, irgendwas ist da falsch gelaufen: Bereits nach 10 Minuten im Ofen sah der Topfenstrudel nicht mehr wie Strudel, sondern vielmehr wie ein Fladen aus…

Hier trotzdem das Rezept für den Apfelstrudel:

Zutaten für 2 Strudel:
Für den Teig
250 g Mehl
250 g Topfen
200 g zimmerwarme Butter
50 g Zucker
1 Prise Salz
1 Päckchen Vanillezucker
½ Päckchen Backpulver

Alle Zutaten für den Teig gut verkneten. Der Teig ist ziemlich klebrig. Ihr könnt zwar zunächst Rührbesen nehmen, aber wenn der Teig fester wird, eignen sich Knethaken besser. Vom Handeinsatz würde ich abraten (siehe Klebrigkeit). Den Teig ruhen lassen und solange

1 kg Äpfel schälen und in große Würfel schneiden (lieber recht groß, sonst besteht die Füller nach 45 Minuten aus Mus). Mit 100 g Zucker, dem Saft einer Zitrone, 1 Teelöffel Zimt, 2-3 Eßlöffeln Rum (huch habe ich vergessen) und 100 g. Semmelbrösel vermengen und etwas ziehen lassen.

Diese Zeit kann man nutzen, um eine Hälfte des Teiges auf einem gut bemehlten Geschirrtuch nicht zu dünn (ca. 5 mm) auszurollen.

Die Hälfte der Apfelmasse mittig darauf verteilen, die Ränder rechts und links umschlagen, dann den Teig einrollen. Mit der anderen Hälfte des Teiges ebenso verfahren

Mist, das mit dem Eigelb bepinseln, bevor man die beiden Strudel für 45 Minuten bei  175° Grad in den Ofen schiebt, habe ich ebenfalls vergessen.